Es ist wieder an der Zeit für ein kleines DIY, macht es euch gemütlich, denn heute habe ich eine kleine Inspiration für Euch, die ich schon vor längerem bei Martha Stewart und seitdem auch öfter bei Pinterest und in Blogs gesehen habe. Ich finde die Idee so toll, dass ich sie Euch unbedingt mal zeigen möchte.

Vielleicht ist sie Euch auch direkt bei Eurer Planung nützlich. Habt Ihr Eure Trauzeugin schon gefragt? Noch nicht? Prima. Falls ja, könnt Ihr die Idee auch bestimmt für andere Gelegenheiten, wie das Save the Date oder Eure Einladungen nutzen.

Ich habe die zweitwichtigste Frage – nach der Frage aller Fragen – meiner lieben Trauzeugin letztes Jahr an Weihnachten gestellt. In ihrem Geschenk war ein kleines Zettelchen mit der Frage versteckt, formuliert mit der klassischen Fragestellung: Kreuze an: ja –nein – vielleicht. Die Sekunden, bis sie realisiert hat, das die Frage ihr galt, waren so schön, das werde ich nicht so schnell vergessen.

Deshalb kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man diesen Moment mit folgender Idee richtig schön auskosten kann: Stellt die Frage mit einer Rubbelkarte!
Die Spannung, bis die Botschaft komplett freigerubbelt ist, hach, das stelle ich mir herrlich vor.

Rubbelkarte
Photo: Hanna Witte

Das tolle daran ist: So eine Rubbelkarte ist ganz schnell und einfach selbst gemacht, ich wette, das Meiste habt Ihr sogar schon zu hause.

Rubelkarte
Photo: Hanna Witte

Man braucht:

– Acrylfarbe, am besten in Gold, Silber oder, wie ich, in Kupfer
– Spülmittel
– Durchsichtige Klebefolie (Buchfolie oder breites, durchsichtiges Paketklebeband)
– Einen Pinsel
– Eine Botschaft auf Papier

Und so gehts:

Platziert die Botschaft auf einem Stück Papier, ob ausgedruckt oder per Hand geschrieben spielt dabei keine Rolle.

Beklebt die Stelle, die später freigerubbelt werden soll, mit der Klebefolie.

Mischt nun ein wenig Spülmittel mit der Acrylfarbe, das Verhältnis sollte in etwa 1:2 sein, also 1 Teil Spüli auf 2 Teile Farbe. Mischt das ganze durch, aber achtet darauf, nicht zu viele Luftbläschen in die Farbe einzumischen.

Nun könnt Ihr die abgeklebte Stelle mit der Farbe bepinseln, arbeitet dabei in mehreren Schichten, bis von der Botschaft nichts mehr zu sehen ist, denn durch das Spüli deckt die Farbe nicht mehr so gut. Lasst die Schichten zwischendurch immer gut trocknen, die letzte Schicht auf jeden Fall mehrere Stunden.

Rubbelkarte
Photo: Hanna Witte
Rubbelkarte
Photo: Hanna Witte

Danach könnt Ihr die Rubbelkarte hübsch verpacken, packt auch eine Münze dazu.

Simpel, oder?

Diese Rubbelkarten machen sich aber auch prima als Weihnachtskarten oder Geschenkanhänger und sehen in Kombination Kraftpapier und goldener/Silberner Acrylfarbe bestimmt auch toll aus.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachmachen!

14 Kommentare

  • Hallo Lydia,
    ich habe es nicht ausprobiert, wenn man vorsichtig ist, könnte es mit einem weicheren, wasserfesten Stift vielleicht funktionieren.
    Die getrocknete Farbe ist aber eher grob strukturiert und nicht so glatt, als wenn man normal Papier bemalt.
    Liebe Grüße
    Moni

  • Eine richtig tolle Idee! Wir lieben diese Karte. Funktioniert das mit allen Acrylfarben aus dem Baumarkt oder muss man da noch auf irgendwas bestimmtes achten?

    LG Sven

  • Hallo Sven,
    das dürfte mit allen Acrylfarben funktionieren, wenn sie nicht genug deckend sind, helfen auch mehrere dünne schichten. Der Trick ist das Spüli ;)
    Liebe Grüße
    Moni

  • Hallo,
    für diese Anleitung braucht man nur normales Klebeband, ganz einfach dafür, damit man eine glatte Fläche hat, von der man die Farbe abrubbeln kann :)
    Liebe Grüße
    Moni

  • Hallo! Lieben Dank für die Anleitung, die ist super.

    Ich wollte anhand der Anleitung eine Rubbellandkarte machen. Ich habe ein normales (durchsichtiges) Klebeband aus dem Supermarkt genommen und normales Papier.
    Braucht man dafür besonderes Papier? Irgendetwas habe ich leider falsch gemacht, mit den normalen Papier geht irgendwie nichts zu rubbeln.. muss dazu sagen, dass ich noch nicht alle Schichten gemacht habe, sondern nur erstmal test gerubbelt habe. Den nächsten Test mache ich dann, wenn ich alle Schichten bemalt habe :)

    Vielen Dank schon mal für deine Antwort!

    Lieben Gruß
    Rebecca

  • Hallo Rebecca,
    das Papier ist bei dieser Anleitung eigentlich egal, denn es wird mit dem Klebeband beklebt.
    Hast du dich an die Anleitung gehalten und die Farbe auf das Klebeband gepinselt?
    Vom Klebeband sollte sich die Farbe leicht abrubbeln lassen, vom Papier wird es nicht mehr abgehen, da das Papier die Farbe einsaugt :)
    Liebe Grüße
    Moni

  • Ganz tolle Idee!
    Ich habe das zur Probe gestern Abend gemacht, mit einlaminierten Karten. Sollen Einladungskarten zum Kindergeburtstag werden.
    Das abrubbeln ging allerdings nicht so leicht, wahrscheinlich zu wenig Spüli.

  • Hallo. Interessante Idee und sehr gute Beschreibung. Aber: kann man dieses Spüli-Farbe-Gemisch auch mit einer Airbrush-Pistole auftragen damit es gleichmäßiger wird oder schäumt der Spüli-Anteil dann zu sehr auf?

  • Hallo Kai,
    puh, gute Frage! Mit Airbrush kenne ich mich leider nicht aus, aber ich kann mir vorstellen, dass das Gemisch zu dickflüssig dafür ist? Ob es aufschäumt kann ich leider nicht abschätzen, in der Farbe schäumt das Spüli nicht so sehr wie in Wasser, es entstehen beim Umrühren eher ein paar mehr Luftblasen…

  • Hallo, danke für die super Anleitung!
    Würde es auch funktionieren, dass man, wenn man mehrere Kreise braucht, ein großes Blatt Klebepapier vorbereitet und diese dann ausstanzt? :D
    Herzliche Grüße aus dem Salzburger Land <3

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